Julia Peyron

Julia PeyronWährend meines Studiums in der Filmhochschule wurde es mir klar, dass ich total von Fotografie als Art und Weise der Erfassung der Zeit fasziniert bin. Nach einem 2-monatigen Praktikum in einer Fotowerkstatt habe ich angefangen, Porträts von Menschen aus meiner Umgebung zu machen, aber ich verstand bald, dass ich viel mehr Interesse für verfallene Mauern und alte Steinen habe. Meine erste Exploration war ein Zufall: während einer Reise in den Süden Frankreichs, bemerkte ich ein riesiges Gebäude voller Graffiti. Ich habe 3 Stunden in dieser alten Fabrik verbracht.

Dies war die erste einer Reihe von Entdeckungen. Meine Leidenschaft für Relikte der Vergangenheit hat mich nach Belgien gebracht, wo ich ein altes Bergwerk und ein Lazarett fotografierte; nach Frankreich, wo ich viele Fabriken, Sanatorien, Festungen, Bahnhofe erforschte. Und auch nach Deutschland, wo ich die Möglichkeit hatte, einen alten Freizeitpark, ein Zug-Depot und eine unglaubliche Ballsaal zu fotografieren. Ich denke, dass mein unersättliches Interesse an der Vergangenheit mich immer in dieser Richtung geschoben hat. Nichts bezaubert mich mehr als diese Orte voller Geschichte, wo die Zeit still zu stehen scheint. Ich fühle mich wie eine privilegierte Zeugin einer vergangenen Epoche, die alle scheinen, vergessen zu haben. Ich bin auch immer von der Mischung aus Verfall und Graffiti – die oft echten Kunstwerke sind – fasziniert.

Fotografie ist eine gute Art, diese Orte wachzuhalten, mit Achtung ihrer Geschichte.


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